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kardiologische und internistische Überweisungspraxis

Die Mitarbeiter der Tierarztpraxis am Wandlitzsee wünschen Ihnen und Ihrem Vierbeiner frohe und besinnliche Weihnachtsfeiertage sowie einen angenehmen Jahreswechsel 2017/2018.

Hyperthyreose  (Schilddrüsenüberfunktion) der Katze



Die Überfunktion der Schilddrüse ist eine der häufigsten Hormonstörungen bei Katzen im mittleren und hohen Alter (ab ca. 9 Jahren). Katzen und Kater sind gleichermaßen betroffen.
Die Hyperthyreose ist
sowohl eine Tumorerkrankung als auch eine hormonelle Störung.
In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um eine gutartige Vergrößerung der Schilddrüse. Nur in 1 – 2% der Katzen liegt der Erkrankung ein bösartiger Tumor der Schilddrüse (Schilddrüsenkarzinom) zugrunde.
Die ungehemmte Produktion von Schilddrüsenhormonen verursacht erhebliche Beschwerden, da nahezu alle Stoffwechselvorgänge im Körper durch die Schilddrüsenhormone beeinflusst werden.


Typische Anzeichen einer Hyperthyreose sind alle Zeichen eines krankhaft angekurbelten Stoffwechsels. Vergleichbar ist dieser Prozess mit einem Motor, der immer nur mit Vollgas betrieben wird. Folgende klinische Symptome und Befunde sind bei der Hyperthyreose der Katze häufig anzutreffen:


Klinische Symptome / Befunde



  • Gewichtsverlust / Abmagerung

  • Gesteigerte Futteraufnahme

  • Tastbare Schilddrüse

  • Struppiges Haarkleid

  • Nervosität /Hyperaktivität

  • Rascher unregelmäßiger Herzschlag / Herzgeräusch

  • Großer Durst/ Kleine Nieren / Vermehrter Harnabgang

  • Schwäche / Rasche Ermüdung

  • Erbrechen / Durchfall

  • Aggressivität

  • Hoher Blutdruck

  • Reduzierter Appetit

  • Zittern

  • Atemnot / Hecheln


Die Diagnose Hyperthyreose kann bei der Katze durch die Bestimmung von erhöhten Werten von Thyroxin (T4) im Blut relativ einfach gestellt werden.


Über eine Erhöhung des Blutdrucks kommt es sehr oft zu Folgeerkrankungen in anderen Organen. Die häufigsten Begleiterkrankungen bei Schilddrüsenüberfunktion sind Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen, Herzerkrankungen, Blutzuckererkrankungen, Erblindung durch Netzhautablösung und Magen-Darmstörungen.


Daher sollte eine gründliche Untersuchung der betroffenen Organsysteme erfolgen. Dieser „Check up“ bezieht insbesondere die Nieren und das Herz mit ein. Eine vollständige Abklärung umfasst eine ausführliche Blut- und Urinuntersuchung, Röntgen der Brusthöhle, EKG und Herzultraschall. Auch ist der Blutdruck des Tieres zu prüfen und eine Blutzuckerkontrolle vorzunehmen.


 
Für die Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion gibt es drei grundsätzliche Möglichkeiten:
1. Die Chirurgische Entfernung der Schilddrüse


2. Zerstörung des erkrankten Schilddrüsengewebes durch die Gabe von radioaktivem Jod
3. Die Behandlung mit Medikamenten (Thyreostatika),  die die Bildung von Schilddrüsenhormonen in der Schilddrüse herabsetzen.
Abhängig vom Alter und dem Allgemeinzustand Ihres Tieres wird Ihr Tierarzt Ihnen die für Ihr Tier beste Therapie vorschlagen.
Die Behandlung mit einem Thyreostatikum ist in jedem Fall gut durchführbar.
Sie geben Ihrem Tier  täglich das verordnete Medikament mit etwas Futter ein. In regelmäßigen Abständen, anfangs häufiger, später alle 3-4 Monate werden dann die Konzentration der Schilddrüsenhormone im Blut Ihres Tieres kontrolliert. Es muss schließlich die Arzneimitteldosis gefunden ist, die die Hormonkonzentration im Blut Ihres Tieres im Normalbereich hält. Die Therapie ist leider lebenslang fortzusetzen.


(Dr. Rüdiger Freistedt, Tierarztpraxis am Wandlitzsee – www.tierarztpraxis-freistedt.de)

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