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kardiologische und internistische Überweisungspraxis

Die Mitarbeiter der Tierarztpraxis am Wandlitzsee wünschen Ihnen und Ihrem Vierbeiner frohe und besinnliche Weihnachtsfeiertage sowie einen angenehmen Jahreswechsel 2017/2018.



Vorsicht!  Zecken


Zecken sind weltweit verbreitete blutsaugende Parasiten, die sich vom Blut ihrer Wirte ernähren. Steigen nach den Wintertagen die Außentemperaturen über 10 ° C dann werden die Zecken wieder aktiv und die Zeckensaison beginnt.

Die eigentliche Gefahr, die von den Zecken ausgeht, sind Krankheiten, die von den Zecken durch das Blutsaugen übertragen werden.
Ist eine Zecke mit diesen Krankheitserregern infiziert, kann ein im Grunde harmloser Zeckenstich zur Gefahr für Mensch und Tier werden. Im Darm oder in den Speicheldrüsen von Zecken können Bakterien oder Viren sitzen. Sticht eine Zecke zu, können diese Krankheitserreger in den Körper des Blutwirts gelangen. In Deutschland haben vor allem zwei durch Zecken übertragbare Erkrankungen Bedeutung: die von Bakterien ausgelöste Borreliose und die virale Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). In wärmeren Klimazonen ( z.B. Mittelmeergebiet, Tropen ) können weitere gefährliche  Kankheitserreger von Zecken übertragen werden. Meldungen über das Auftreten von nichtheimischen durch Zecken übertragbare Krankheiten sind derzeit noch Einzelfälle. Durch den Reiseverkehr und durch die Klimaänderung wird die Ausbreitung dieser Krankheiten in weiter nördlicheren Gebieten begünstigt. So gibt es bereits in Süddeutschland nachgewiesene Verbreitungsgebiete der Babesiose, die früher als eine klassische Reisekrankheit galt und nicht in Deutschland vorkam.


Wie können wir unsere Tiere vor diesen gefährlichen Krankheiten schützen?

Am besten sollte man das Tier nach jedem Spaziergang gründlich nach den kleinen Parasiten absuchen und die unwillkommenen Gäste sofort entfernen, bevor sie sich in die Haut bohren.
Saugende Zecken müssen umgehend entfernt werden, denn das Infektionsrisiko steigt mit der Saugdauer. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass nach 6 bis 8 Stunden Saugdauer die meisten Krankheiten von den Zecken auf sein „Opfer“ übertragen werden.  Zur Entfernung der Zecken ist eine normale Pinzette ausreichend. Besser eignen sich die sogenannten Zeckenzangen, die beim Tierarzt erhältlich sind. Ist keine zur Hand, geht es auch mit etwas Geschick mit Daumen und Zeigefinger. Die Zecke erfasst man möglichst kopfnah und zieht oder dreht  unter leichtem Zug sie heraus. Die Drehrichtung ist nicht entscheidend - entgegen landläufiger Meinung haben Zecken kein Gewinde. Niemals sollten die Zecke mit Öl, Klebstoff, Wachs oder Creme erstickt werden, sonst kann das Tier vermehrt infektiösen Speichel absondern. Zeckenköpfe, die in der Haut stecken bleiben, sollten vom Tierarzt entfernt werden. Eine besondere Infektionsgefahr geht von ihnen nicht mehr aus.
Das dichte Haarkleid unserer Tiere erschwert in einem erheblichen Maße das Auffinden der Zecken, deshalb wird empfohlen, weitere Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Gute Möglichkeiten zur Abwehr der Zecken bieten die sogenannten Zeckenhalsbänder, Mittel zum Aufbringen auf die Haut oder Injektionspräparate. Der Haustierarzt kann Sie bei der Auswahl der richtigen Mittel fachkundig beraten und die Medikamente abgeben. Wichtig erscheint der Hinweis, dass die meisten Zeckenmittel für den Hund nicht bei Katzen angewendet werden dürfen!!! Außerdem muss darauf hingewiesen werden, dass die eingesetzten Zeckenmittel nicht jeden Eindringling vor dem Saugen abwehren können. Bei behandelten Tieren sterben die Zecken beim Eindringen in die Haut sofort ab. Eine Übertragen der gefährlichen Krankheitserreger kommt durch die schnelle Wirkung der Medikamente nicht zustande.
Einen vorbeugenden Schutz wie etwa eine Impfung gegen Zecken gibt es nicht.
Verschiedene Impfstoffe zur Bekämpfung der von Zecken übertragbaren Krankheiten wurden entwickelt und stehen zur Impfung der Tiere zur Verfügung.

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