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kardiologische und internistische Überweisungspraxis

Die Mitarbeiter der Tierarztpraxis am Wandlitzsee wünschen Ihnen und Ihrem Vierbeiner frohe und besinnliche Weihnachtsfeiertage sowie einen angenehmen Jahreswechsel 2017/2018.

Der beste Schutz vor der Tollwut ist die Impfung

Die Tollwut ist eine lebensbedrohliche, durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, die in der Regel durch den Biss eines erkrankten Tieres übertragen wird. Die Zahl der Todesfälle durch Tollwut wird weltweit auf 40.000 bis 70.000 pro Jahr geschätzt. Etwa zehn Millionen Menschen müssen nach dem Kontakt mit tollwutverdächtigen Tieren vorsorglich behandelt werden.
Nur wenige Länder gelten als tollwutfrei, z.B. England, Japan und Neuseeland. Todesfälle durch Tollwut gab es in Deutschland 1996 und 2004.
Im Jahr 2005 wurden einer Frau, die sich im Ausland mit Tollwut angesteckt hatte, Organe zur Transplantation entnommen. Von den insgesamt sechs Organempfängern in Deutschland erkrankten und verstarben drei Patienten.

Dank der Entwicklung von Impfstoffen gegen Tollwut und der jährlichen flächendeckenden Impfungen  wurde in den letzten Jahrzehnten die Tollwut in Deutschland erfolgreich bekämpft.
Die Wirksamkeit der Impfstoffe gegen Tollwut  wurde stets  verbessert und auch die Dauer der belastbaren Immunität, die mit diesen Impfstoffen erreicht werden kann, konnte wesentlich verlängert werden. Nach der Überprüfung der verbesserten Wirksamkeit der Tollwutschutzimpfung wurde auch in Deutschland  die Tollwutverordnung geändert. Durch die Änderung der deutschen Tollwutverordnung ist es seit dem 20.12.2005  auch in Deutschland möglich, Haustiere nach einer entsprechenden Grundimmunisierung dann später nur noch alle 3 Jahre gegen Tollwut impfen zu lassen. Entscheidend für die Impfintervalle sind die Angaben der Impfstoffhersteller. Inzwischen haben fast alle in Deutschland vorhandenen Tollwutimpfstoffe für Katzen und Hunde die Mehrjahreszulassung. Das betrifft sowohl Tollwuteinzelimpfstoffe als auch solche in Kombinationsprodukten. Wann das Tier wieder zu impfen ist, sollte der Tierarzt dokumentieren, da von den Impfstoffherstellern unterschiedlich lange Impfintervalle vorgegeben sind.
Um bei der veränderten Gesetzeslage und den Angaben der Impfstoffhersteller eine fachliche Anleitung für eine korrekte und wirksame Impfung bei Hunden und Katzen zu haben, wurde von der ständigen Impfkommission des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte ein Impfplan für Hunde und Katzen erarbeitet. In dieser Anleitung wird sehr viel Wert auf die ordnungsgemäße Ausführung der Grundimmunisierung gelegt. Da die Jungtiere noch kein vollständig entwickeltes Immunsystem besitzen, müssen diese Tiere mehrfach in bestimmten Intervallen geimpft werden. Empfehlung zur Tollwutimpfung bei Hunden und Katzen: Ab einem Alter von 12 Lebenswochen ist eine zweimalige Impfung im Abstand von 3 – 4 Wochen, gefolgt von einer weiteren Impfung nach 1 Jahr, für eine erfolgreiche Grundimmunisierung ausreichend. Wiederholungsimpfungen sind alle Impfungen, die nach abgeschlossener Grundimmunisierung erfolgen. In Deutschland gelten seit Änderung der Tollwutverordnung v. 20.12.2005 die in den Packungsbeilagen der Impfstoffe genannten Wiederholungsimpftermine.
Es wäre ratsam, Impfstoffe auszuwählen, die eine lang andauernde belastbare Immunität bieten. Leider gibt es bei Reisen mit den Tieren in Nicht-EU-Ländern immer wieder einzelne, die trotz der nachweislich längeren Belastbarkeit der Immunität nach der Tollwutimpfung eine jährliche Impfung fordern. Generell gelten die Bestimmungen der neuen Tollwutverordnung in allen EU-Ländern. Bei geplanten Reisen mit Tieren in Nicht-EU-Ländern (wie z.B. die Türkei) ist es sehr wichtig,  sich vorher über die Einreisebestimmungen des jeweiligen Landes zu erkundigen.